Geschichte

1859 erwarb die „Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Tegernsee", die durch einen Musterungsbescheid der wehrhaften Männer im Herzogtum Bayern erstmals 1554 verzeichnet ist, von Metzgermeister Josef Müller durch Grundstückstausch und einem Aufgeld von 1.500 Gulden das sog. Metzgertradl im Alpachtal.

1860 baute die Schützengesellschaft auf diesem nun eigenen Grund eine neue Schießstätte, die seither eine dauerhafte Heimstatt für die Tegernseer Schützen ist. 1901 wurde die Schießstätte aufgestockt und ein 130 m Schießstand errichtet. Das Erdgeschoß wurde zur heutigen Gaststätte umgebaut.

Die in dieser Gaststätte und im neuen Heimatmuseum im alten Pfarrhof gezeigten prachtvollen Schützenscheiben von Malern wie Quaglio, Dirnberger, Prof. Baumgartner und Prof. Padua erinnern an die lange in Tegernsee gepflegte Schützentradition.

Immer schon haben Tegernseer Schützen zum Ansehen des Tales beigetragen. Durch viele Schießveranstaltungem wie das Festschießen zu Ehren von Konig Otto von Griechenland, das Festschießen anlässlich des Besuches von Zar Nikolaus I. von Rußland und von Kaiser Franz-Josef von Österreich beim bayerischen König 1879. Scheiben werden ausgeschossen zu großen Festtagen, Königsschießen, Geburt, Taufe, Hochzeit, runde Geburtstage und anderen besonderen Ereignissen.

Angehörige des Hauses Wittelsbach sind seit vielen Jahrzehnten Mitglieder der Gesellschaft. Auch Ludwig Thoma und Ludwig Ganghofer waren aktive Tegernseer Schützen.

Der heute schon historische Feuerstutzen, mit dem auf 130 m geschossen wurde, gehört hier bei uns leider der Vergangenheit an, da der alte 130 m Schießstand 1964 einer modernen 50 m Kleinkaliberanlage mit 11 automatischen Ständen gewichen ist.

Mit jeweils einem Königsschießen für Luftgewehr auf 10 m und Kleinkaliber auf 50, im vielen Kranzlschießen für beide Disziplinen, Teilnahme an Wettkämpfen, Trainingsabenden auch für Jugendliche, Luftgewehrschießen für Gäste unseres Tales und Sonderveranstaltungen für Vereine und Gruppen wird das Schützenjahr ausgefüllt. Auch der historische Zimmerstutzem, 15 m, hat wieder Freunde gefunden, denn man sieht wieder die schönen alten Stutzen beim Wettbewerb auf der Schießstätte.